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SCHMERZTHERAPIEZENTRUM |
Erfahrung schon seit 1983
NACKEN-SCHULTER-ARM-SYNDROM
Die Diagnose Nacken-Schulter-Arm-Syndrom ist ein Sammel begriff für schmerzhafte Störun gen verschiedenster Ursachen im Bereic h des Halses, des Sch ultergürtels und der A rme. Häufiger l iegen neben Nervenreizzuständen auch Durch blutungsstörungen vor.
Synonyme (= wie die Krankheit sonst noch bezeichnet wird): Unteres Halswirbelsäulensyndrom, unteres Zervikalsyndrom, Zervikobrachialgie, Zervikobrachialgiesyndrom oder auch Schulter-Arm-Syndrom.
In der Regel kl agen die Patienten über Sch
merzen im
Nacken, d ie in
Schulter
und
Arme
ausstrah len. Meist ist die Musku
latur neben der Wirbelsäule ver
härtet,
häufig verbunden m it einer schmerzhaft eingeschrän
kten Kopfbeweglichkeit.
Vielfach besteh t auch Klopfschmerzhaftigkeit ü
ber den Dorn fortsätzen der
Halswirbelsäule.
Zum Ausschluß eines d ie
Nervenwurzeln betreffendes
Kran kheitsgeschehens (radikuläre Sym
ptomatik), bedarf es im mer einer
fachlichen Abkl ärung (Neurologie, Radiologie).
Die mit Abstand häu figste Ursache fü r ein Nacken-Schulter-Arm-Syndrom sind vo n der Halswirbelsäule ausgehende St örungen, hauptsächlich im Bere ich der gelenkigen Wirbelverbindungen, d ie sog. "Wirbelblockierungen".
Weitere vertebra gene (= von der Wirbelsäule ausgehende) Ursachen fü r ein Nacken-Schulter-Arm-Syndrom:
Degenerative (= durch Abnu tzung hervorgeru fene) Veränderungen der Wirbelsäule, z.B. Ban dscheibenvorwölbung, Bandscheibenprolaps, l igamentäre Insuffizienz (= Funktionsstörung von Hal tebändern),
Mißbildungen und Wachstumsstörungen (z .B. S pina bifida, Blockwirbel, Keil wirbel, Skoliose)
Entzündliche Erkrankungen au s dem sog. rheumatischen Formen kreis (z.B. Polymyalgia, Morbus Bech terew) und Infektionserkrankungen (Spondyl itis z.B. durch Tbc, Staphy lokokken)
Generalisierte Skeletterkrankungen w ie z.B. Osteo porose oder Osteoma lazie
Traumen (= Ver letzungen) wie Frakturen oder Sch leuderverletzung der HWS)
Defekte, nicht ver letzungsbedingte (z.B. Spon dylolyse, Spondylol isthesis)
Tumore der Wirbelsäule, haup tsächlich Plasmozy tom aber auch Metastasen (= Toch tergeschwulste)
Medikamentöse Schmerztherapie:
Akut
(= p
lötzlich einsetzend, heftig) und
subaku t (= eher schleichen
d verlaufend) können zu n
ächst (vorwiegend)
peri pher wirkende
Analgetika
(= Schmerzmi
ttel, die am Ort der Schmerzen
tstehung wirken)
eingesetzt w erden, insbesondere sog. nich
tsteroidale Antirheumatika
(=
Rheumamittel),
aus d ieser Gruppe möglichst l
ang wirkende und magenschon ende wie z.B.
Mobec®.
Beson ders magenschonend und auch en
tzündungshemmend sind die sog. COX-2
I nhibitoren, z.B. Parecoxib (Dynasta
t®)
oder Etoricoxib (Ar coxia®),
allerdings schein t diese Stoffgruppe mit einem Her
z-/Kreislauf-Risiko ver bunden
zu sein, zumindest bei l ängerer Therapiedauer. Es b
leibt abzuwarten, ob Parecox ib
und
Etoricoxib nicht au ch noch vom Mark
t genommen werden, w ie schon andere
M ittel dieser Stoffgruppe zu
vor.
Bei stär keren schmerzhaften
Muskelverspannungen kön nen darüber h
inaus auch Muskelrelaxanzien
(= Mittel zur Muske lentspannung) (z.B.
Nor
flex®, Mydo calm®) verordnet werden.
Man chmal sind aber die Schmerzzus
tände nur mit zentral
(= im Gehir n /
Rückenmark) wirkenden
Analgetika (z.B. Tra madol, Valoron N®) beherrsch
bar.
Grundsätzlich
soll te aber eine längerfrist
ige
Schmerzmittelverordnung w
egen der Gefahr der Gewöh nung oder gar
Schmerzm
ittelabhängigkeit
vermieden werden.
Die Kom bination m
it schmerzdistanzierenden
Antidepressiva
(= Mit tel gegen Depression, u.
a. a ber auch bei
diesen Schmerzen w irksam) (z.B. Doxepin,
Maprotil in) hilft in v
ielen Fällen Anal getika einzusparen.
Therapeutische
Lokalanästhesie
(=
Be
handlung mit einem
örtlichen Betäubun
gsmittel):
Bei anhal tenden Schmerzen
sollten rech tzeitig alternative Methoden eingese
tzt werden. Eine sehr wir ksame
Alternative, ohne jedes Gewöh nungs- oder Suchtpotential, is
t die therapeutische
Lokal anästhesie mit einem lan
g wirkenden örtlichen Betäu bungsmittel (z.B.
Bupivacain)
in Fo r m von örtlichen Betäubungen un
d
Nervenblockaden.
Physikalische Therapie:
A uch die
Elektrostimulation kann e ine Beschwerdelinderung herbei
führen. Die transkutane
Nervenstimulation mit N iederfrequenzgenerator ü
ber Klebeelektroden (TENS)
h at den Vorteil, daß s
ich die Patienten bei Bed arf selbs
t behandeln können.
Die Elektroden we rden paarig paraver
tebral (= neben de r
Wirbelsäule) im Schmerzbereich au
fgeklebt. Durch
Veränderung der Stimu lationsfrequenz und der Elek
trodengröße kann die Wirku ng
optimiert werden.
Eine
weitere physikal ische Behandlungsmöglichkeit ist d
ie oberflächliche Kältetherapie
i m Schmerzbereich. Wir verwen
den einen elektrischen Kal tluftgenerator, dessen
Luftstrom au f ca. -10 bis -15 Grad C abgekühl
t ist.
Manche Patien ten mit ein
em
Nacken-Schulter-Arm-Syndrom (chronisches) em
pfinden allerdings lo kale Wärmeapplikationen
(Rot licht) als besser w
irksam. Warme Bäd er können ebenfalls
Wirbelsäulen
schmerzen
lindern.
Die Verord nung von gewöhn
lichen Massagen ist auch be im Nacken-Schulter-Arm-Syndrom
nicht sinn voll. Für den Patient mag d
iese Behandlung zwar angenehm se in, aber
unter schmerztherapeu
tischem Aspekt bringt sie n ichts und führt nur zu unnötigen
Kos ten.
Nahezu unverzich tbar ist aber d
ie heilgymnastische
Therapie (z.B. Sch lingentisch, Glisson-Schlinge), da m
eist nur diese geeigne t ist, einen ärztlichen
Behandlungserfol g zu sichern und längerfristig zu stabil
isieren. Dabei gil t es,
die
Muskeln
neben der Hals wirbelsäule zu trainieren, da au
f Dau
er nur eine
kräftige/suffizien te
Muskulatur eine s
tatische und dynam
ische Schwäche des
Achsen organs kompensieren kann.
Besonders bei aku ten Blockierungen hat die
manue lle Therapie (Chirotherapie) durchaus gu
te Erfolge aufzuweisen.
Bei
sch
merzhaften degenerativen (= durch
Abnü tzung hervorgerufenen) Verän
derungen der
Wirbelsäule w
ird auch e
ine Röntgenbestrahlung empfohlen (Tho
malske
1991). Eine Magne tfeldtherapie kann ebenfalls hilfreich se
i n.
Andere Therapiemaßnahmen:
Der Vollständ igkeit
halber darf die Akupunktur
n icht
unerwähnt bleiben.
Wich tig sind individuelle Instruktionen zur rich
tigen
Haltung und Vermeidung vo n übermäßigen Wirbelsäulenbelastungen (fun
ktionelle
Ergotherapie). Darüber hinaus is t anzustreben, daß die be
troffenen Patienten
Übun gen zur Lockerung der
Musku latur erlernen.
Die Verordnung von Hi lfsmitteln
wie z.B. Schan zsche Krawatte soll
ten dem Orthopäden vorbehal ten sein.
Hypnoide
(= bewußtseins verändernde)
Verfahren wie autogenes Train ing oder progressive Rela
xation nach Jakobson sind eine sin nvolle Ergänzung der Gesamtstrateg
ie, da
auch sie zu einer musku lären Entspannung führen, eben
so Biofeedback (=
Regist rierung und Rückmeldung bioelektrischer Si
gnale).
Psychotherapeutische
Interventionen kön nen beim ausgeprägten
"psychosom atischen Schmerz" angezeig
t sein, da auch verdräng te
Konflikte muskuläre Verspannun gen und Schmerzen verst
ärken können.
Erläuterungen:
* Kon
tinuierliche Blockade des Plexus brach
ialis mit Katheter in der
sog. r
etrograd hohen Variante:
Dabe
i wird ein dünner Ku
nststoffschlauch (Katheter) nah
e der Achselhöhle vorü
bergehend (z.
B. 10 - 14 Tag
e lang) in die
Nervenscheide des Arm
nervengeflechts eingepflanzt und innerhalb dersel
ben
noch weiter nach o
ben vorgeschoben. Die Ein
pflanzung erfolgt durch eine handel
sübliche
Kanüle hindurc
h, es muß also nich
t "aufgesch
nitten" werden. In der Fol
ge wird über d
iesen Katheter meh
rmals täglich, jeweils nach Ab
klingen de
r
vorangegangenen Dos
is, das örtliche Betäubungsmittel völl
ig schmerzfrei nachgespritz
t. Während dem Ein
spritzen und noch k urze Zeit danach w
ird der
Oberarm m it einer Manschette abgestau
t, so daß die Betäubungsm ittellösung innerhalb de
r
Ner
venscheide nach oben getrie
ben wird und so auc h im
Schulterbereich un d bei entsprechender Be
täubungsmittelmenge sogar an de r
Halswirbelsäule
schmerzl indernd wirken kann.
Das
Lokakanästhet ikum (= örtliche Betäubungsmittel) w
ird bei dieser Behand lung so dosiert, d
ass die
grobe Kraf t erhalten b
leibt (bei gleichzeitiger Hemmun
g der
Schmerzreizleitung), dam it begleitend kran
kengymnastische Übungsbehandlungen
mögl ich bleiben.
Dass die sch
merzlindernde Wirkung i.d.R. ü
ber die eigentliche Behand
lungszeit
hinaus anhäl
t, ist u.a. darauf zurückzu
führen, dass bei dieser Blockade
behandlung auch
die sog. vegeta
tiven Nerven betroffen s
ind, woraus eine seh
r deutliche
Durchblutungssteigerung resul
tiert
(Sympathikolyse). Dies is
t der Grund, warum diese Behand
lungsmethode
besonders bei Sch
merzen, die durch en
tzündliche,
oder auch degenerative (= abnu
tzungsbedingte) Prozesse
entstanden sin
d, hilfreich ist. Eine
gu
te Durchblutung opt
imiert auch den Stoffwech
sel eines ges
törten oder
geschädigten Ner
vs. Nach neu
eren Erkenntnissen vermag eine so
lche, intensive,
längerfristige Bloc
kadebehandlung auch das so
g.
Schmerzgedächtnis zu l
öschen.
Die Metho den der modernen Sch merztherapie bieten auch op timale Voraussetzungen fü r eine Anschlußheilbehand lung (AHB) bz w. Anschlußrehabilitation.
Haftungshinweis:
Welche Vorteile bietet eine
Schmerzbehandlung im
SCHMERZTHERAPIEZENTRUM Bad Mergentheim?
Große Erfahrung, in der Klinik werden schon seit 1983 ausschließlich Patienten mit chronischen Schmerzen behandelt.
Für gesetzlich versicherte Patienten werden nach § 40 bzw. 111 SGB V Rehabilitations- und für Privatpatienten (auch Beihilfe) Krankenhausbehandlungen gemäß OPS 8-918 durchgeführt. Teilweise übernehmen auch Rentenversicherungen und Berufsgenossenschaften die Kosten.
Hohe fachliche Kompetenz, die Klinik bzw. der Chefarzt besitzt die volle Weiterbildungsermächtigung der Ärztekammer für das Fachgebiet "Spezielle Schmerztherapie", 1 Jahr Anästhesie sowie 18 Monate Physikalische und Rehabilitative Medizin.
Umfassendes Therapieangebot, Durchführung aller anerkannten schulmedizinischen und einiger naturheilkundlichen Therapieverfahren, auch Akupunktur, bis hin zur Implantation von Morphinpumpen und Rückenmarkstimulationssystemen.
Die Kostenübernahme muß aber vorher bei der Krankenkasse (auch private Kasse oder Beihilfe) beantragt werden.
Wenn Sie Fragen haben oder ein anderes spezielles Schmerzthema suchen, schicken Sie uns einfach ein kurzes E-Mail: stz-info@t-online.de. Wir informieren Sie prompt. Wir haben über 600 Themen im Internet, diese können wir hier nicht alle auflisten.
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Tel.:
+49 (0) 7931 - 5493-0
* Fax: +49
(0) 7931 - 5493-50
Wenn Sie ein ernstes Schmerzproblem haben, können wir Sie werktäglich zwischen 11 und 12 Uhr mit einem erfahrenen Arzt verbinden (Tel. 07931-549351).